Was die weiblichen Zyklusphasen mit deiner Stimmung zu tun haben.

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In der Schule lernen wir, wie unser Zyklus biologisch abläuft. Wir erfahren, warum die Eizelle reift und wie es zur Blutung kommt. Welche Hormone eine Rolle spielen und auch was ihre Aufgaben sind.

Doch leider werden wir nicht darüber aufgeklärt, dass es sich hierbei um ein feines und sensibles Zusammenspiel handelt und dass die Hormone des weiblichen Zyklus einen großen Einfluss auf unsere Stimmung haben.

Die Hormone beeinflussen uns nicht nur biologisch, sondern auch emotional und psychisch. Jede Zyklusphase bringt deswegen bestimmte Potentiale mit. Schöpfen wir diese aus und richten wir uns gleichzeitig nach den Bedürfnissen jeder Phase, können wir vollkommen in unserer Kraft leben.

Frauen sind zyklische Wesen und jede hat ihren eigenen individuellen Rhythmus. Wenn der weibliche Zyklus ignoriert wird, äußert sich das meist in Beschwerden und Problemen kurz vor der Menstruation und während der Blutung.

Es ist für jede Frau essenziell, sich mit ihrem eigenen Rhythmus auseinanderzusetzen. Ob sie nach diesem lebt und handelt, hat eine sehr große Auswirkung auf ihr Befinden und auf ihr Umfeld.

Lebt die Frau in ihrem eigenen weiblichen Rhythmus, kann sie ihr volles Potential ausschöpfen und leben.



Die Phasen deines weiblichen Zyklus und deine Stimmung.

Der weibliche Zyklus lässt sich in vier Phasen einteilen:

  • die Follikelphase,

  • Eisprungphase,

  • Lutealphase und

  • die Menstruationsphase

Jede dieser Phasen bringt ihre ganz eigenen Potentiale und Herausforderungen mit sich. (ich will hier unbedingt ergänzen, dass diese Schubladisierung von den Zyklusphasen nur als Anhaltspunkte dienen. Viel wichtiger ist, wie du deinen Zyklus wahrnimmst, welche Signale dir dein Körper sendet usw.)

 

Die Follikelphase.

Die Follikelphase ist unser innerer Frühling. In dieser Zeit können wir träumen und unsere Pläne langsam wachsen lassen. Die Jahreszeit Frühling zeigt ihre Kraft durch die neuen Triebe. In unserem inneren Frühling kommt auch unsere Kraft langsam wieder ans Licht und wir erheben uns aus der Dunkelheit.

In der Follikelphase fühlen wir uns oft dynamisch, bekommen einen Energieschub und blühen innerlich auf. Wir sind kommunikativer, geselliger und haben großes Vertrauen in uns selbst. Die Leichtigkeit des Seins und die Risikobereitschaft steigen an. Auch unsere physische Energie und Kraft sind in dieser Phase auf dem Höhepunkt.

Allerdings kann die Follikelphase auch ihre Schattenseiten haben. Manchmal entwickeln wir einen zu großen Ehrgeiz, die männlichen Qualitäten dominieren und wir haben mangelnde Hingabe in der Partnerschaft.

Auch der Zugang zur Intuition kann verloren gehen, wenn wir zu viel auf einmal wollen. Einschlafprobleme aufgrund eines vollen Kopfes und ein schlechtes Gewissen wegen zu starkem Ich-Bezug können ebenfalls auftreten.

 

Was machen die Hormone in der Follikelphase?

Durch das follikelstimulierende Hormon (FSH) werden ca. 20- 25 Follikel in den Eierstöcken zum Wachsen angeregt. Die Follikel produzieren Östrogen, das wiederum in unseren Blutkreislauf gelangt und eigentlich nur ein Sammelbegriff ist (wobei es sich eigentlich um Estradiol handelt). Es regt ebenfalls an, dass die Gebärmutterschleimhaut wieder aufgebaut wird.

 

Eisprung.

Die Eisprungphase ist unser innerer Sommer. Wir blühen in dieser Zeit voll auf, genau wie die Natur im Sommer. Die meisten Frauen fühlen sich in dieser Phase sehr attraktiv und hübsch. Wir können unsere Mitmenschen umsorgen und uns um vieles kümmern. Genuss, Sexualität und ein liebevolles Kümmern stehen im Vordergrund.

Allerdings besteht auch hier die Gefahr, dass wir die eigenen Bedürfnisse übergehen, passiv und ehrgeizlos werden. Manchmal neigen wir dazu, uns auszubeuten und zu viel auf andere zu fokussieren, anstatt auf uns selbst zu achten.

 

Was machen die Hormone in der Eisprungphase?

Im Blut ist durch die gereiften Eizellen viel Östrogen. Das regt die Hirnanhangsdrüse an das LH (Luteinisierende Hormon) auszuschütten. Dank dieses Hormons wird das eine überlebende Ei in den Eileiter befördert. Die reife Eizelle ist nun ca. 24 Std. befruchtbar. In deinem Körper sind also aktuell das Östrogen und das LH höher konzentriert.

 

Lutealphase.

Die Lutealphase ist unser innerer Herbst. Manchmal kommt er plötzlich, manchmal kündigt er sich lange an. In der ersten Hälfte ist noch Kraft da, sie ist stürmisch und wild. In der zweiten Hälfte wollen wir Ruhe und Rückzug – immer mehr für uns sein.

In dieser Phase können wir unseren dynamischen Ausdruck von Kreativität zeigen, haben einen Blick ins Innere und reflektieren tief. Wir sind in der Lage, Veränderungen herbeizuführen und Fesseln zu lösen. Auch unsere Wahrhaftigkeit können wir in dieser Phase erkennen.

Allerdings kann die Lutealphase auch ihre Schattenseiten haben. Manchmal fühlen wir uns rücksichtslos, rastlos und überkritisch uns selbst und unserem Umfeld gegenüber. Selbstvorwürfe, destruktive Tendenzen auf mentaler und physischer Ebene sowie Wut und Frustration können auftreten. Auch fallen die typischen PMS-Symptome in diese Phase.

Was machen die Hormone in der Lutealphase?

Das Follikel wird zum Gelbkörper und regt die Bildung des Hormons Progesteron und Östrogen an. Sie sorgen dafür, dass eine Schwangerschaft stattfinden kann, indem die Gebärmutterschleimhaut verdickt und mit Nährstoffen versorgt wird.

Findet jedoch keine Befruchtung statt, baut sich der Gelbkörper ab und die Konzentration von Progesteron und Östrogen sinkt stark. Dies löst die Menstruation aus.

Genau hier passiert ein auf und ab der Hormone: Während das Östrogen nach dem Eisprung kurz abfällt, um danach wieder anzusteigen, steigt auch die Konzentration des Progesterons an. Und zwar viel höher als des Östrogens. Dieser Wechsel kann auch zu Unausgeglichenheit führen.

Der Übergang vom inneren Herbst zum inneren Winter verläuft nicht immer gradlinig.

 

Menstruation.

In der Menstruationsphase, unserem inneren Winter, legt sich alles nieder in die Stille und Einkehr. Wie in der Jahreszeit Winter zieht sich die Natur vollkommen zurück und die Tiere bereiten sich je nach Art ebenfalls auf den Winter vor.

Die Menstruation ist unsere Einkehr, unsere Zeit des Rückzugs und Kraftschöpfens für den nächsten Zyklus. Sie ist unsere natürliche Pause im Trubel des Lebens. In dieser Phase können wir unsere erweiterte Wahrnehmung nutzen, uns regenerieren und im Hier und Jetzt sein.

Allerdings kann die Menstruationsphase auch ihre Schattenseiten haben. Manche Frauen fühlen sich in dieser Zeit gelähmt und können nicht in der Phase ankommen. Auch Schmerzen im Unterleib und andere Menstruationsbeschwerden können auftreten. Schuldgefühle und schlechtes Gewissen, weil man sich Pause und Rückzug gönnt, sind ebenfalls keine Seltenheit.

Was machen die Hormone in der Menstruationsphase?

Findet keine Befruchtung statt wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und es kommt zur Blutung. Die Menstruation kann ca. 3-5 Tagen andauern und markiert den ersten Zyklustag. Das Östrogen und Progesteron fallen während der Blutung ab.

 

Was deine weiblichen Zyklusphasen beeinflussen kann:

Neben den hormonellen Veränderungen in den einzelnen Zyklusphasen gibt es noch weitere Faktoren, die uns beeinflussen können.
Dazu gehören

·       Stress !!!

·       Ernährung

·       Schlaf

·       Bewegung

Auch, wenn es sich hier vor allem, um die weiblichen Zyklushormone gedreht hat, wird unser Körper von vielen weiteren Hormonen gesteuert.  Und diese Hormone reagieren ebenso empfindlich auf äußere Einflüsse oder gar Nährstoffmangel.

Deswegen ist eine ausgewogene Ernährung und wenn nötig auch die Einnahme von Mikronährstoffen, die den Hormonstoffwechsel unterstützen, sehr wichtig. Auch Stress- und Schlafmanagement sowie regelmäßige Bewegung können dazu beitragen, dass wir unseren Zyklus und somit unsere Hormone besser in Balance halten.

 

Wie du deine Zyklusphasen im Alltag lebst:

Um ein tieferes Verständnis für deinen individuellen Zyklus und die damit verbundenen Stimmungsschwankungen zu entwickeln, kannst du deinen Zyklus tracken. Wenn du deinen Zyklus und deine Stimmungen regelmäßig beobachtest, lernst du, achtsam und liebevoll mit dir umzugehen. Du kannst die Bedürfnisse jeder Zyklusphase erkennen und ihnen Raum geben.  So lebst du dein volles Potenzial in jeder Phase.

Versuche, dich während deiner Zyklusphasen zu beobachten. Was trifft auf dich zu? Was nicht? Wenn du das herausgefunden hast, kannst du anfangen, Aktivitäten nach deinen Zyklusphasen zu planen. Rausgehen und das Leben genießen, wenn du in der Eisprungphase bist und dich zurückziehen, wenn du deine Tage bekommst.

 
 

Jetzt verstehst du bestimmt, wie unser weiblicher Zyklus unsere Stimmung beeinflusst. Deswegen ist es wichtig, dass wir Frauen unseren Zyklus wertschätzen und ihn als Teil unserer weiblichen Natur annehmen. Nur so können wir die Schönheit und Weisheit unseres zyklischen Wesens erkennen und in Einklang mit uns selbst kommen.

 

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Caroline Schumann

Ich bin Zykluscoach für Frauen, die die Geheimnisse & Signale
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